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Mord im Auftrag Gottes....?

Aktualisiert: 22. Juni 2020


Wir alle blicken entsetzt zurück, was während der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland möglich war. Wir alle lehnen es ab andere Menschen wegen ihrer Rasse, ihrem Glauben, ihrem Geschlecht oder ihrer sexuellen Ausrichtung zu diskriminieren oder gar zu töten. In allen Weltreligionen gibt es das Tötungsverbot!


Dennoch sehen wir in den Medien, wie andere Menschen zu Mördern werden, weil sie dazu den Befehl von Gott haben wollen. Das gibt es im Judentum, im Christentum und im Islam.


Wie kann so etwas entstehen?


Immer dann, wenn Menschen glauben einem höheren Ziel zu dienen und sich damit Andern gegenüber als etwas Besseres fühlen, ist bereits der Grundstein gelegt.


Ob es hier um die Nation geht, wie im NS-Regime, um vermeintliche Glaubensgründe, wie bei fundamental Gläubigen oder auch nur darum sich auf der Seite der "Guten" zu fühlen und gegen die "Bösen" zu kämpfen, wo dann jedes Mittel recht ist und man sich nicht mehr hinterfragt....


Alle diese Punkte unterliegen ein und dem gleichen Schema!

  • Ich bin etwas Besonderes, weil ich für diese Sache kämpfe.

  • Der Andere ist Böse, weil er das nicht tut oder gar dagegen ist.

  • Da ich für diese besondere Sache kämpfe bin ich im Recht, denn der Andere ist Minderwertig.

  • Folglich habe ich das Recht alles zu tun, um das "Böse" zu vernichten.

Wir alle sollten also aufpassen, denn da weht nicht immer ein Hakenkreuz, das uns vor diesem Extremismus warnt. Das kann durchaus auch ein christliches Kreuz sein oder ein Davidsstern.


Ob wir für unseren Glauben töten oder für die Rettung unserer Nation, es bleibt die Tötung von Menschen. Das sollten wir immer im Auge behalten. Selbst dann, wenn diese Menschen durch eine Stigmatisierung "entmenschlicht" wurden.


Töten für Gott? NEIN!!!! Denn die Tötung von Menschen ist uns durch ihn untersagt!

Und wer nicht an Gott glaubt, der blickt in den § 211 StGB und weiß, dass sich das auch in den weltlichen Gesetzen so widerspiegelt.


...nur so als Anmerkung: es muss nicht immer gleich ein faktisches Töten sein, denn auch Diskriminierung ist eine Art des Tötens, wenn auch nur in den eigenen Gedanken...


Jeder Mensch in unserer Gesellschaft hat grundlegende Rechte! Das gilt auch für Vergewaltiger, Kinderschänder, Flüchtlinge, Schwule oder was es noch an Begriffen gibt, die für viele Menschen den Blick verstellen, dass hier -egal was er Schlimmes getan hat oder welcher Gruppe er angehört- ein Mensch ist, auch wenn -zugegeben- das manchmal wirklich schwer fällt.


Nein, wir sollten nicht töten. Jeder hat das Recht auf Leben.




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